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Форум » Церкви Поволжья » S - S » Stahl am Karaman ,Swonarew-Kut (Шталь ,Звонарев Кут)
Stahl am Karaman ,Swonarew-Kut
WinterДата: Суббота, 12.09.2009, 12:06 | Сообщение # 1
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Ortsname Stahl am Karaman

Weitere Ortsnamen Swonarew-Kut

Gebietsbezeichnung Wolgagebiet . Gouv. Samara/ASSRdWD/Kanton Marxstadt

Gründungsjahr 1766

Kolonietyp Mutterkolonie

Topografische Lage Karte 1; E-2 51º37' N 46º32' E

Einwohnerzahl 171 (1773), 1.341 (1857), 2.693 (1897), 3.940 (1912), 2.063 (1926)

Konfession evangelisch

Zusatzinformationen Die Kolonie lag etwa 30 km im NO von Engels auf der Wiesenseite. Der Ort war 1926 Sowjetsitz. Es gab eine 4-klassige Schule und einen Konsumverein/-laden. Eine Wanderbibliothek betreute die Kolonie. Die Gemeinde gehörte zum Kirchspiel Rosenheim. (HB 1955, S. 121; Mertens, S. 509)

 
WinterДата: Суббота, 12.09.2009, 12:10 | Сообщение # 2
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Kirche in Stahl am Karaman

Die kirchlichen Gemeinden an der Wolga wurden in Kirchspiele, die Kirchspiele in Propsteien zusammengefast. Stahl am Karaman gehörte zum Kirchspiel Rosenheim, der Propstei der Wolga-Wiesenseite im Moskauer Konsistorialbezirk. Das Kirchspiel Rosenheim wurde 1767 gegründet. Am Anfang hatte Stahl keine eigene Kirche, so dass die Gemeindemitglieder nach Rosenheim fuhren, später kam eigene Kirche in Stahl hinzu. Im landeskirchlichen Archiv in Stuttgart wird ein Aktenstück von 1789 verwahrt, dass die Tätigkeit des Pastors in Stahl am Karaman illustriert. Auszug einiger Pflichten, die Kolonisten von ihrem Pastor forderten:


1. Alle Sonn- und Festtage öffentlichen Gottesdienst halten nach den Grundsätzen unserer Evangelisch-Lutherischen Religion und deren Libris Sybolicis.
2. Zur Sommerzeit, wenn dero Amtsgeschäfte erlauben, in der Hauptkirche catechisieren.
3. Das heil. Abendmahl, so oft es nötig befunden wird, austeilen.
4. Kranke und Sterbende besuchen und ihnen das heil. Abendmahl auf ihr Begehren richten.
5.Kinder taufen und verlobte Personen auf erhaltenen Trauschein copulieren.

 
WinterДата: Суббота, 12.09.2009, 12:10 | Сообщение # 3
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Kirchspiel Rosenheim. (Podstepnaja), gegr. 1767

Zu diesem im Jahre 1767 gegründeten Kirchspiel gehörten ursprünglich die deutschen Kolonien Rosenheim (Podstepnaja), Krasnojar, Enders (Ust-Karaman), Schwed (Swonarjowka), Stahl am Karaman (Swonarjow Kut), Fischer (Thelausa), Reinwald (Stariza) und Schulz (Lugowaja Grjasnucha). Bei Gelegenheit der in den Kolonien der Wiesenseite im Jahre 1820 durchgeführten Union der lutherischen und reformierten Gemeinden, wurden Reinwald und Schulz zum neugegründeten Kirchspiel Reinhardt (Ossinowka) geschlagen, während Thelausa in das Kirchspiel Süd-Katharinenstadt übergeführt wurde. Dagegen wurde die evangelische Gemeinde im Flecken Pokrowskaja Sloboda im Jahre 1834 mit dem Kirchspiel Rosenheim vereinigt; jetzt wird sie aber vom Pastor zu Saratow bedient .Der große Volkswachstum des Kirchspiels veranlasste dann im Jahre 1880 die Abteilung der großen Kolonie Krasnojar, die am 20. November 1880 als selbständiges Kirchspiel bestätigt wurde.

Bestand zu Anfang des 20 Jh. Das Kirchspiel Podstepnaja zählte im Jahre 1904 12.513 Eingepfarrte deutscher Nationalität. Im Jahre 1906 betrug die zahl der Konfirmanden 174.
Im Kirchspiel waren folgende deutschen Kolonien eingepfarrt: Podstepnaja oder Rosenheim mit 3579, Swonarewka oder Schwed mit 3343, Swonarewkut oder Stahl mit 3538 und Ustkaraman oder Enders mit 2053 Eingepfarrten.
Kirchenräte bestanden in Pabotschnaja, Swonarewka und Swonarewkut.
Kirchen

Die älteste Kirche im Kirchspiel befand sich in Stahl am Karaman und wurde 1808 aus Holz erbaut. Diese ist 1842 abgebrannt und bald umgebaut ebenfalls aus Holz auf 816 Sitzplätze. 1912 wurde die Kirche neu renoviert. Die erste Kirche im Enders stammt aus dem Jahr 1822. Im Jahre 1860 wurde in Enders und 1872 in Schwed eine neue Kirche erbaut; alle diese Kirchen sind Holzbauten. In Rosenheim wurde die erste hölzerne Kirche 1821 erbaut. Diese wurde 1859 renoviert aber wegen schlechten Zustandes 1876 auseinander genommen. Im Jahre 1884 wurde mit dem Bau einer steinernen Kirche an Stelle einer alten hölzernen Kirche begonnen; 21.09.1886 ist sie eingeweiht worden, und hatte 1200 Sitzplätze.
Jede Kolonie hatte auch ein Schul- und Betthaus in dem in Wintermonaten auch Predigten gehalten wurden.
Pastor

Der Pastor, der von der Gemeinde gewählt und von Konsistorium nur introduziert wurde, predigte in deutscher Sprache abwechselnd in jeder der 4 Kolonien. In seiner Abwesenheit wurde vom Küsterlehrer Lesegottesdienste gehalten.
Der Pastor bezog außer dem Priestergehalt von 171 Rbl. 60 Kop. Vom Kirchspiel, bei freier Wohnung 1500 Rbl. Gehalt, 150 Rbl. Holzgeld und 350 Rbl. Jahrgeld. Pfarrland war nicht vorhanden.
Akjzidenzien wurden in folgender Weise normiert: Taufe 15 Kop., Konfirmation 30 Kop., Trauung 60 Kop., Beerdigung eines Kindes 15 Kop, und eines Erwachsenen 30 Kop.


QuelleAuszug aus der Vocation an Pastor Christian Jäger von den Vertretern des Kirchspiels Podstepnoje(Rosenheim). Unterschrieben unter anderem von Erdmann Preger - Swonarofkut, Heimatbuch 1963. Foto der Kirche von Stahl am Karaman: Alexander Schneider. Die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in Russland, St. Petersburg, 1909
Е. Е. Князеваб Г. Ф. Соловьева. Лютеранские Церкви и приходы России 18-20 вв. Санкт-Петербург, 2001. An dieser Stelle: Vielen Dank an Andreas Idt!


Pastoren in Stahl am Karaman

1767-1785 • Ludwig Helm

1786-1788 • Laurentius Ahlbaum

1788-1792 • Klaus Peter Lundberg

1792-1815 • Christian Friedrich Jäger

1816-1820 • Franz Hölz

1820-1831 • Johann Heinrich Buck

1831-1866 • Alexander Karl August Allendorf

1867-1879 • Friedrich Wilhelm Meyer

1881-1894 • Karl Julius Hölz

1894-1901 • Karl Ernst Theodor David

1901-1909 • Emil Friedrich Busch

1912-1922 • Alexander Rothermel

1929-1933 • Jakob Scharf


QuelleErik Amburger "Die Pastoren der evangelischen Kirchen Rußlands". Martin-Luther-Verlag, 1998.

 
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