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Форум » Церкви Поволжья » Y - Z » Zug , Gattung ,Jastrebowo (Цуг , Гаттунг ,Ястребово)
Zug , Gattung ,Jastrebowo
WinterДата: Воскресенье, 13.09.2009, 13:54 | Сообщение # 1
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Zug (Gattung)

 
WinterДата: Воскресенье, 13.09.2009, 13:54 | Сообщение # 2
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Pfarrer Johannes Albert

Priester der Diözese Tiraspol-Saratow

* 1875 Gattung (Wolgagebiet)

+ 1954 in der Verbannung (Kasachstan)

Johannes Albert wurde 1875 in Gattung (Zug) bei Katharinental (Marxstadt) in einer Bauernfamilie geboren. Nach Abschluß des Priesterseminars zu Saratow empfing er am 8.9.1897 die Priesterweihe und war vom 25.9.1901 bis 1905 Pfarradministrator in Mariental (Tonkoschurowka) / Wolgagebiet seelsorgerisch tätig. Am 22. 6. 1905 übernahm er die Pfarrgemeinde Kandel / Odessa und führte diese mit Liebe und Hingabe fast 30 Jahre lang. Er war selbst ein guter Redner, seine Predigten waren verständlich und volksnah, er ging immer auf Nöte und aktuelle Probleme seiner Pfarrgemeinde ein. Da er handwerklich begabt war, schnitzte A. zahlreiche Holzfiguren und malte viele Bilder für die Kirche. So sind zum Beispiel noch heute Reste eines seiner Bilder an der Innenwand der Sakristei in der Kirchenruine in Kandel erhalten. (Motiv aus dem Alten Testament: Abraham opfert Gott seinen Sohn). Er blieb bis zur ersten Verhaftung durch die Gemheinpolizei Ende 1934 seiner Pfarrgemeinde treu. Nach viermonatiger Untersuchungshaft in Odessa wurde er wieder freigelassen, kam nach Kandel zurück, durfte aber keine Gottesdienste mehr halten. Im Frühjahr 1935 wurde er erneut verhaftet und in einem öffentlichen Gruppenprozeß am 10.5.1935 zu 10 Jahren Straflager verurteilt. Mit ihm waren noch andere deutsche katholische Priester verurteilt worden. Da er sich ohne Verteidiger selbst geschickt zur Wehr setzten konnte, wurde ihm die geforderte Todesstrafe durch 10 Jahre Freiheitsentzug ersetzt, und er wurde nach Nordkasachstan deportiert. Da es nach der Freilassung am Verbannungsort bei Kustanai keine katholische Gemeinde gab, mußte er sich das tägliche Brot als Schafhirte verdienen, denn nach seiner Entlassung konnte er nicht mehr in seine Pfarrgemeinde Kandel zurückkommen, weil sie nicht mehr existierte und ihre Mitglieder in unzähligen Verbannungsorten Kasachstans und Sibiriens zerstreut lebten. A. soll auf den Steppen bei Kustanai in Nordkasachtan 1954 verstorben sein. Seine Grabstelle ist unbekannt.
Literatur Czaplicki-Ossipowa, Martirolog, 209f; R. Dzwonkowski, Losy duchowienstwa katolickiego w ZSSR 1917-1939. Martyrologium (Lublin 1998; Towarzystwo Naukowe Katolickiego Uniwersitetu Lubelskiego) 135f; J. Schnurr, Die Kirchen und das religiöse Leben der Rußlanddeutschen. Katholischer Teil (Stuttgart 1980) 52, 57, 96, 176, 204, 314, 324, 375; L. Kowaltschuk, G. Rasumov, (Hrsg.) Odesskij Martirolog, Bd.1 (Odessa 1997) 22; A. Bosch, J. Lingor, Entstehung und Auflösung der deutschen Kolonien am Schwarzen Meer (Stuttgart 1997) 389ff.

 
WinterДата: Воскресенье, 13.09.2009, 13:55 | Сообщение # 3
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Pfarrer Alexander Dornhof

Priester der Diözese Tiraspol-Saratow

* 1891 Zug

+ 1. November 1937 Solowez-GULag

Alexander Dornhof wurde 1891 im deutschen Dorf Zug (Gattung) / Wolgagebiet in einer Bauernfamilie geboren. Nach Abschluß des Priesterseminars zu Saratow wurde er 1917 zum Priester geweiht. Von 1918 bis 1919 war er Pfarrer in seiner Heimatgemeinde Zug, von 1919 bis 1923 in Dehler und ab 1923 in der Gemeinde Rohleder.
Am 12.3.1930 wurde er von der Geheimpolizei verhaftet und der Beteiligung an der Gruppenverschwörung deutscher katholischer Geistlicher beschuldigt. Am 20.4.1931 wurde D. zu 10 Jahren Lagerhaft verurteilt. Seine Strafe wurde in eine Gefängnisstrafe umgewandelt, und er wurde auf die Solowezki-Inseln ins Gefängnis gebracht. 1937 wurde er im KZ erneut angeklagt und am 14.10.1937 von einer eigens dafür gebildeten Troika der Geheimpolizei (UNKWD) aus Leningrad zum Tode verurteilt. Er wurde am 1.11.1937 im Gefängnis der Solowezki-Inseln erschossen. Literatur !!!

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